Die Ziellinie ist erreicht, doch jetzt
heißt es erst recht
“Ready, Steady, MatchRiderGO!”

Nachdem wir mit unserem Pilotprojekt MatchRiderGO nun die Ziellinie erreicht haben, ziehen wir Bilanz! Was lief wie geplant, was ging schief, was haben wir aus der Zeit mitgenommen und wie soll es weitergehen?

Eins war uns von Anfang an klar: meist werden Autos auf Pendlerstrecken nicht effizient genutzt, da Sitzplätze oftmals leer bleiben. Deshalb ist unser Ziel, genau da anzusetzen! Fahrgemeinschaften sollen endlich auch auf Kurz- und Pendlerstrecken als attraktive Mobilitätsoption angeboten werden.

Aber hat das tatsächlich funktioniert?

Vom 06. Juni bis 15. Juli haben wir unsere Pläne für MatchRiderGO in die Tat umgesetzt und sind in die alles entscheidende Testphase gegangen. Wir alle waren gespannt, wie sich MatchRiderGO schlagen wird und ob die Idee überhaupt so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt hatten.

Am 06. Juni haben wir dann die Katze aus dem Sack gelassen: unsere App MatchRiderGO ist sowohl für Android als auch iOS in die Stores gekommen. Einfach die App herunterladen, sich registrieren und schon kann man eine Fahrt auf unserer Teststrecke Tübingen <> Stuttgart buchen!
In Kooperation mit der Uni Stuttgart haben wir diese Strecke ausgewählt, da hier tagtäglich ein sehr hohes Pendleraufkommen ist und es Lücken im ÖPNV gibt. Wir haben Match Points entlang der Strecke identifiziert, Schnittstellen ausgebaut und dank Förderungen durch das Land Baden-Württemberg und der Stadt Heidelberg haben wir gezielte Marketingmaßnahmen unternommen.

Und hier noch ein paar Fun Facts aus den letzten Wochen!

Was lief nach Plan?
  • Wir sind nur eine Woche später als geplant in die Pilotphase gestartet (alle Entwickler da draußen wissen, was für ein großer Erfolg das ist 😉 )!

  • Mittlerweile könnt ihr mit bereits zehn registrierten Fahrern nun täglich mehr als 40 Fahrplätze auf der Strecke Tübingen <> Stuttgart buchen. Damit sind wir jetzt sogar Marktführer auf dieser Strecke!

  • Während der Stoßzeiten des Pendlerverkehrs könnt ihr Fahrten im 10-Minutentakt auswählen.

  • Es gibt Match-Points entlang der Strecke, an denen ihr individuell ein- bzw. aussteigen könnt.

  • Dank Fahrertracking ist es euch möglich, stets zu sehen, wo sich euer Fahrer befindet, sodass ihr wisst, ob euer Fahrer Verspätung hat.

  • Zudem bieten wir euch mit dem SEPA-Lastschriftverfahren von Stripe ein sicheres, bargeldloses Bezahlsystem, mit dem ihr eure Fahrten super easy online bezahlen könnt, ohne dass eine Kreditkarte oder ein Paypal-Konto notwendig sind.

  • Von Anfang an bekamen wir positive Rückmeldungen zu MatchRiderGO, was uns sehr gefreut hat! 🙂

Was haben wir uns anders vorgestellt?

Unsere Plattform MatchRiderGO mag zwar noch immer in den Anfangszügen stecken, aber jede große Idee fängt schließlich einmal klein an. Das heißt jedoch auch, dass nicht immer alles perfekt nach Plan läuft. Auch wir haben gemerkt, dass man immer wieder auf Hindernisse stößt:

  • Bevor unsere App in die Stores gekommen ist, war es schwierig, Fahrer zu finden! „Hey, ich will dich dafür bezahlen, dass du eine Strecke fährst, die du bereits fährst. Du kennst mich zwar nicht, aber du sollst mir vertrauen.“ – Klar, wer wäre da nicht skeptisch?

  • Entwicklung braucht sehr viel Geduld, denn wie auch schon Murphey’s Law sagt, geht immer alles schief, was nur schief gehen kann! 😉

  • 6 Wochen sind eine sehr kurze Zeit, um ein Projekt unter Beweis zu stellen und Leute davon zu überzeugen, uns ernst zu nehmen und nicht nur als “irgendein weiteres Start Up” zu betrachten.

  • Aufmerksamkeit bekommen: Was machen, wenn das Marketing Budget mehr als begrenzt ist? Klinken putzen! Ja, Journalisten dazu zu bekommen, uns zuzuhören, ist nicht immer leicht. Zu oft der Vergleich mit blablacar und Uber! (‚Nein es ist nicht das Gleiche!‘ 😀 ) Danke an Alle, die uns unterstützt haben. Wir bleiben weiterhin am Ball!

  • Auch unsere App hat es uns nicht immer leicht gemacht und ist mehrmals abgestürzt! Doch gemeinsam im Team war es uns immer möglich, eine Lösung zu finden und Lücken in der App während des Pilotprojekts auszubessern, denn genau dafür ist die Testphase da 🙂

Als Fazit können wir sagen, dass uns unser Pilot trotz einiger Schwierigkeiten nicht enttäuscht hat!!!

Wie geht es nach der Testphase weiter?

Nachdem unsere Testphase nun am 15. Juli zum Ende gekommen ist, legen wir eine kleine Sommerpause ein, um zu planen, wie es im Herbst weitergeht.

Der Plan: MatchRiderGO mit Vollgas voranbringen! Durch die Erkenntnisse, die wir in der Pilotphase gesammelt haben, sind wir nun bereit MatchRiderGO weiter auszubauen. Neue Strecken, neue Fahrer und Unterstützung dafür haben wir bereits auch. Dadurch wird euch in Zukunft ein größeres und flexibleres Angebot an Fahrten zur Verfügung stehen, sodass Fahrgemeinschaften auf Kurzstrecken noch einfacher werden und die tägliche Autofahrt zur Arbeit nicht alleine im Auto verbracht werden muss 😉
Dynamische Fahrgemeinschaften, die auch spontane Fahrten ermöglichen, werden deshalb weiterhin unser Ziel sein! Sinnvoll, oder?

Also bleibt gespannt, wie es mit MatchRiderGO weitergeht 🙂

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Lena, Match Rider Intern

25. Juli 2016

Was ist eigentlich ein Pilotprojekt?

Unter einem Pilotprojekt ist ein viel versprechendes, wirtschaftliches oder gesellschaftliches Vorhaben zu verstehen, das zunächst testweise über einen begrenzten Zeitraum hinweg erprobt wird. Bei erfolgreichem Abschluss des Pilotprojektes wird dieses auf andere Ebenen übertragen.

2017-11-02T20:01:46+00:00